Penisverkrümmung

Penisverkrümmung

Penisverkrümmung

Im erigierten Zustand sollte der Penis gerade sein und einen 90-Grad-Winkel bilden. Jede Abweichung des Penis nach rechts, links, oben oder unten von diesem rechten Winkel wird als Penisverkrümmung bezeichnet. Penisverkrümmungen können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens infolge bestimmter Erkrankungen, chirurgischer Eingriffe oder Verletzungen entwickeln.

Was ist eine Penisverkrümmung?

Im erigierten Zustand sollte der Penis gerade sein und einen 90-Grad-Winkel bilden. Jede Abweichung des Penis nach rechts, links, oben oder unten von diesem rechten Winkel wird als Penisverkrümmung bezeichnet. Penisverkrümmungen können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens infolge bestimmter Erkrankungen, chirurgischer Eingriffe oder Verletzungen entwickeln.

Angeborene Penisverkrümmung

Der Penis besitzt zwei Schwellkörper mit Blutgefäßen, die die Erektion ermöglichen, sowie einen dritten Schwellkörper, der die Harnröhre enthält. Während der Schwangerschaft kann eine Entwicklungsverzögerung eines dieser Schwellkörper dazu führen, dass sich der Penis bei der Erektion zur weniger entwickelten Seite hin krümmt. Auch eine Hypospadie, bei der die Harnröhrenöffnung tiefer liegt als üblich, kann eine Penisverkrümmung verursachen. Bei diesen Patienten ist der Schwellkörper, der die Harnröhre enthält, in der Regel weniger stark entwickelt, wodurch sich der Penis bei der Erektion nach unten krümmt.

Erworbene Penisverkrümmung

Penisverkrümmungen bei älteren Erwachsenen werden am häufigsten durch die Peyronie-Krankheit verursacht. Diese Erkrankung ist durch eine Verkalkung zwischen dem Schwellkörper des Penis, der die für die Erektion verantwortlichen Blutgefäße enthält, und der ihn umgebenden äußeren Vorhaut gekennzeichnet. Die Peyronie-Krankheit tritt typischerweise nach dem 50. Lebensjahr auf und verursacht zunächst Schmerzen, die im Laufe der Zeit zu einer Verformung führen. Darüber hinaus können Penisverkrümmungen und -verkrümmungen auch die Folge von operativen Eingriffen am Penis sein.

Symptome

Bei Patienten mit Hypospadie, auch bekannt als angeborene Penisverkrümmung, treten normalerweise keine Schmerzen oder ähnliche Beschwerden auf. Da sich die Harnröhrenöffnung bei Hypospadie jedoch an der Unterseite des Penis befindet, kann der Urin aus diesem Bereich anstatt an der üblichen Stelle austreten. Abhängig vom Zustand der Harnröhrenöffnung können Harnwegssymptome wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Restharn und Brennen beim Wasserlassen aufgrund begleitender Infektionen auftreten. Eine Penisverkrümmung ist in der Regel angeboren.

Bei Patienten mit angeborener Penisverkrümmung wird diese meist erst mit dem Einsetzen der Erektionen in der Pubertät bemerkt. Im Kindesalter kann sie im Rahmen einer sorgfältigen Untersuchung festgestellt werden.

Bei der Peyronie-Krankheit, die im höheren Alter auftritt, ist das erste Symptom ein Schmerz im Penis. Die Krankheit verläuft in zwei Phasen: der akuten und der chronischen. In der akuten Phase bilden sich zunächst Plaques, begleitet von Schmerzen, insbesondere bei der Erektion. Diese Phase dauert zwölf bis achtzehn Monate und wird von der chronischen Phase abgelöst, in der es zu einer Verformung des Penis kommt. Sowohl in der akuten als auch in der chronischen Phase sind harte Plaques am Penis tastbar. Abhängig von Lage und Ausdehnung der Plaques kann es in der chronischen Phase auch zu Erektionsstörungen kommen.

Risikofaktoren, die eine Penisverkrümmung verursachen

Die Peyronie-Krankheit tritt bekanntermaßen häufiger bei Diabetikern auf. Sie ist auch häufiger bei Menschen mit bestimmten Kollagen- oder Bindegewebserkrankungen. Obwohl selten, kann die Peyronie-Krankheit auch bei Patienten auftreten, die sich einer Prostataoperation unterzogen haben.

Kann eine Penisverkrümmung die Zeugungsfähigkeit eines Mannes verhindern?

Bei beschnittenen Kindern kann die Nähe der Harnröhrenöffnung zu den Hoden die Ejakulation erschweren und somit die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen. Liegt die Öffnung jedoch nahe der Penisspitze und beeinträchtigt die Verkrümmung weder Geschlechtsverkehr noch Ejakulation, steht einer Zeugung nichts im Wege. Selten können jedoch zusätzliche Probleme wie ein Hodenhochstand auftreten. Diese Fälle müssen gesondert beurteilt werden. Bei der Peyronie-Krankheit besteht keine Gefahr der Zeugung, sofern eine Erektion möglich ist und Geschlechtsverkehr stattfinden kann. Bei Patienten mit angeborener Penisverkrümmung kann es aufgrund der Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr zu Problemen mit der Zeugungsfähigkeit kommen, wenn die Verkrümmung den Geschlechtsverkehr erschwert.

BEHANDLUNG

Hypospadie

Die Behandlung der Hypospadie, auch bekannt als Beschneidung, ist ein rein chirurgischer Eingriff. Es ist wichtig, die Operation im Kindesalter, vor dem Erwachsenenalter und nach Erreichen einer ausreichenden Penislänge, durchzuführen. Bei dem Eingriff wird die Harnröhrenöffnung an die Penisspitze verlegt und eine eventuelle Verkrümmung korrigiert.

Peyroni-Krankheit

Die Peyronie-Krankheit, die häufigste Ursache für eine Penisverkrümmung bei älteren Erwachsenen, erfordert unterschiedliche Behandlungsoptionen, je nachdem, ob sie sich in der akuten oder chronischen Phase befindet.

Behandlung der akuten Peyronie-Krankheit:In der akuten Phase, da die Plaques, die die Penisverkrümmung verursachen, noch nicht vollständig ausgebildet sind, erfolgt die Behandlung medikamentös. Neben Medikamenten, die die Plaquebildung hemmen, werden seit einigen Jahren auch Methoden wie die Stoßwellentherapie und Injektionen von Kollagensynthesehemmern eingesetzt. Wird die Penisverkrümmung frühzeitig diagnostiziert und in dieser Phase wirksam behandelt, kann sie sich von selbst zurückbilden oder sogar reversibel sein. Daher ist eine Diagnose in der akuten Phase äußerst wichtig. Bei Schmerzen, insbesondere bei Verhärtungen oder Unregelmäßigkeiten am Penis, ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt erforderlich.

Behandlung der chronisch rezidivierenden Peyronie-Krankheit:Sobald die chronische Phase erreicht ist, d. h. wenn die Schmerzphase endet und die Deformität einsetzt, sind medikamentöse Behandlungen wenig wirksam. Intraläsionale Injektionen oder Stoßwellentherapie können jedoch in dieser Phase versucht werden. Korrektive operative Eingriffe werden primär in der chronischen Phase durchgeführt. Die Entscheidung für eine Operation hängt auch davon ab, ob neben der Deformität noch eine spontane Erektion besteht. Bei Patienten mit erektiler Dysfunktion ist zusätzlich zur operativen Korrektur der Deformität die Implantation einer Penisprothese, umgangssprachlich „Glücksstab“, erforderlich.

Welche Patienten unterziehen sich einer Operation wegen Penisverkrümmung?

Bei Hypospadie und einigen Formen der Peyronie-Krankheit ist eine operative Behandlung unabdingbar. Darüber hinaus wird eine Operation generell bei Verkrümmungen von mehr als 30 Grad empfohlen, die den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen. Es ist jedoch zu bedenken, dass Penisverkrümmungen psychische Belastungen verursachen können. Daher sollte jeder Patient gründlich untersucht, seine Erwartungen an die Behandlung klar verstanden und die geeigneten Behandlungsmethoden, Ergebnisse und Komplikationen vor einer Entscheidung mit ihm besprochen werden.

Wie wird eine Penisverkrümmung operativ behandelt?

In geeigneten Fällen kann die Penisverkrümmung durch einfache Raffungstechniken korrigiert werden. Dabei wird die Verkrümmung durch Raffungsnähte auf der gegenüberliegenden Seite des Penis behoben. In komplexeren Fällen erfolgt die Korrektur durch Abdeckung der verkrümmten Bereiche mit Venentransplantaten aus den Beinvenen, ähnlich wie bei Bypass-Operationen. Ist eine Korrektur mit Transplantaten nicht möglich oder tritt keine Erektion ein, ist die Implantation einer Penisprothese erforderlich.

Wie lange dauert eine Operation zur Korrektur einer Penisverkrümmung?

Chirurgische Eingriffe bei angeborener Penisverkrümmung sind in der Regel unkomplizierte Verfahren. Die Behandlung kann in der Regel innerhalb einer halben bis einer Stunde abgeschlossen sein. Die Dauer von Eingriffen mit Transplantation variiert jedoch individuell und hängt vom Schweregrad der Verkrümmung ab. Während der Operationen muss sorgfältig darauf geachtet werden, die Blutgefäße und Nerven des Penis zu schonen, um die Erregbarkeit und die Blutversorgung nicht zu beeinträchtigen. Bei Patienten mit Erektion kann eine Schädigung der Blutgefäße und Nerven während einer Transplantation zum Verlust der Erektionsfähigkeit führen. Auch die Lage der Harnröhrenöffnung beeinflusst die Durchführung einer Hypospadie-Operation. Je näher die Öffnung an der Penisspitze liegt, desto einfacher ist die Korrektur. Bei diesen Eingriffen, insbesondere bei Plicatio- und Transplantationsoperationen, werden bevorzugt Instrumente wie Mikroskope oder Schlingen eingesetzt, die die Visualisierung der Blutgefäße und Nerven ermöglichen und deren Schonung gewährleisten.

Worauf sollten Patienten nach einer Penisverkrümmungsoperation achten?

Das bedeutendste Problem nach einer operativen Behandlung ist das erneute Auftreten der Penisverkrümmung. Hauptursache hierfür ist das Aufreißen der Nähte, insbesondere bei erwachsenen Männern, bedingt durch nächtliche Erektionen. Daher können in der postoperativen Phase verschiedene Behandlungsalternativen zur Unterdrückung nächtlicher Erektionen in Betracht gezogen werden. Hierfür können Schlafmittel oder Hormonpräparate zur Unterdrückung männlicher Hormone empfohlen werden. Es ist zudem äußerst wichtig, in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Ausführliche Beiträge zu diesem Thema Erkek Cinsel Sağlığı
Wichtiger Hinweis

Die Informationen dienen nur der Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.