Hämaturie

Hämaturie

Hämaturie

Das Vorhandensein von Blut und Blutzellen (Erythrozyten) im Urin, entweder visuell oder unter einem Mikroskop."Hämaturie" oder "blutiger Urin"Dies wird als Hämaturie bezeichnet. Sie kann mit bloßem Auge sichtbar sein (Makrohämaturie) oder in einer Urinuntersuchung nachgewiesen werden (Mikrohämaturie). In beiden Fällen ist es wichtig, die Ursache der Blutung abzuklären.

Was ist Blut im Urin, Hämaturie?

Das Vorhandensein von Blut und Blutzellen (Erythrozyten) im Urin, entweder visuell oder unter einem Mikroskop."Hämaturie" oder "blutiger Urin"Dies wird als Hämaturie bezeichnet. Sie kann mit bloßem Auge sichtbar sein (Makrohämaturie) oder in einer Urinuntersuchung nachgewiesen werden (Mikrohämaturie). In beiden Fällen ist es wichtig, die Ursache der Blutung abzuklären. Blut im Urin ist besorgniserregend, und obwohl die Ursache oft harmlos ist, kann Blut im Urin (Hämaturie) ein Symptom einer ernsthaften Erkrankung sein, vor allem Blasenkrebs, aber auch Nieren- und Prostatakrebs sowie Nieren- und Harnsteine.

Wenn sich auch nur eine geringe Menge Blut mit dem Urin vermischt, erscheint dieser je nach Menge rosa bis dunkelrot. Blut im Urin ist in der Regel schmerzlos; Schmerzen können jedoch auftreten, wenn Blutgerinnsel im Urin zu einer Verstopfung führen oder eine Infektion vorliegt. Selbst eine mikroskopische Hämaturie kann symptomlos verlaufen und jahrelang unbemerkt bleiben. Blut im Urin, das ein Symptom vieler schwerwiegender Erkrankungen sein kann, erfordert sofortige ärztliche Hilfe. Einige Abführmittel und Medikamente mit Farbstoffen wie Azofarbstoffen sowie bestimmte Lebensmittel (Rote Bete, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren usw.) können den Urin rot färben, ohne dass Blut vorhanden ist. Blut im Urin kann auch nach starker körperlicher Anstrengung (insbesondere bei Langstreckenläufern) auftreten, normalisiert sich aber normalerweise innerhalb weniger Tage. Weitere Risikofaktoren für Hämaturie sind das Alter und bestimmte Erbkrankheiten.

Ursachen der Hämaturie

Bei der mikroskopischen Untersuchung von Urin findet man normalerweise maximal 1–2 Erythrozyten bei Männern und 3–4 bei Frauen. Blut im Urin kann aus verschiedenen Organen stammen, darunter Nieren, Harnleiter, Blase, Prostata und Harnröhre. Nieren- und Harnwegssteine, Infektionen und Krebserkrankungen sind die häufigsten schwerwiegenden Ursachen für Blut im Urin. Bei unter 40-Jährigen ist es häufiger auf Harnwegsinfektionen und Harnsteinleiden zurückzuführen, während bei über 40-Jährigen eine Hämaturie ein Anzeichen für Harnwegsinfektionen, eine Prostatavergrößerung, Prostatakrebs, Nierenkrebs oder Blasenkrebs sein kann.

1. Nieren- und Harnwegsinfektionen:Bei mikrobiellen Infektionen der Nieren und Harnwege (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Harnröhrenentzündung usw.) kann Blut im Urin auftreten. Diese Blutung geht jedoch meist mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Brennen, Schmerzen und häufigem Harndrang einher. Zusätzlich können starker Harndrang und übelriechender Urin auftreten. Bei einer Niereninfektion können außerdem Fieber und Flankenschmerzen auftreten. Bei einer Prostataentzündung sind neben Blutungen Schwierigkeiten beim Wasserlassen und häufiger Harndrang die auffälligsten Symptome.

2. Harnsteinleiden:Nieren- und Harnwegssteine, die keine Verstopfung der Harnwege verursachen, können sich lediglich durch Blut im Urin bemerkbar machen; verursachen sie jedoch eine Verstopfung, geht die Blutung mit starken Kolikschmerzen einher. Liegt zusätzlich eine Infektion vor, wird die Situation noch komplexer.

3. Prostatavergrößerung:Eine Prostatavergrößerung, die häufiger bei Männern über 40 auftritt, kann zusätzlich zu den Hauptbeschwerden des Patienten auch zu Blutungen im Urin führen.

4. Nierenerkrankungen:Blut im Urin kann bei bestimmten Erkrankungen auftreten, die die nicht-mikrobiellen Filtereinheiten der Niere betreffen, wie beispielsweise bei Glomerulonephritis. Dies kann ein Anzeichen für Nierenversagen sein, das unter Umständen sogar eine Transplantation erforderlich macht. Auch bei Erkrankungen des Nierenfiltersystems, der sogenannten Nephritis, kommt Blut im Urin vor. Darüber hinaus kann Blut im Urin ein zusätzliches Symptom bei einigen systemischen Erkrankungen wie Diabetes sein.

5. Urologische Krebserkrankungen:Die wichtigste und schwerwiegendste Ursache für Blut im Urin, egal ob geronnen oder unvergoren, mit bloßem Auge sichtbar oder mikroskopisch, können urologische Krebserkrankungen sein.Eines der wichtigsten Symptome von Prostatakrebs und anderen urologischen Krebserkrankungen, insbesondere Blasen- und Nierenkrebs, ist Blut im Urin. Tatsächlich gilt traditionell bei Männern über 40, die rauchen und schmerzloses, geronnenes Blut im Urin feststellen, die Diagnose Blasenkrebs, bis das Gegenteil bewiesen ist.Ein häufiger Risikofaktor für Blutungen ist Rauchen. Während anhaltendes Blut im Urin sowohl im Frühstadium als auch im fortgeschrittenen Stadium von Blasenkrebs vorkommt, ist es bei Prostata- und Nierenkrebs in fortgeschrittenen Stadien häufiger.

6. Weitere Gründe:Blut im Urin kann bei erblichen genetischen Erkrankungen wie Sichelzellanämie und Alport-Syndrom, bei Nieren- und Harnwegsverletzungen sowie bei der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten. Krebsmedikamente wie Cyclophosphamid, Strahlentherapie, Blutverdünner wie Aspirin und Antibiotika vom Penicillin-Typ können schwere Blutungen im Urin verursachen.

DIAGNOSE

1. Anamnese und körperliche UntersuchungEs handelt sich um den ersten Schritt bei der Abklärung einer Hämaturie.

2. Einfacher Urintest:Auch bei sichtbaren Blutungen ist eine einfache Urinuntersuchung erforderlich, um weitere Befunde festzustellen. Der Urin sollte in einem durchsichtigen Behälter visuell untersucht werden. Bei Anzeichen oder Symptomen einer Infektion wird eine Urinkultur angelegt.

3. Grundlegende Routine-BluttestsDies sollte unbedingt bei Patienten mit Hämaturie angefordert werden.

4- Bildgebende Verfahren:Die Sonographie ist aufgrund ihrer einfachen Verfügbarkeit und Durchführbarkeit die primäre Diagnosemethode bei Patienten mit Blut im Urin. Zusätzlich können bei Bedarf eine Computertomographie (CT) und eine Magnetresonanztomographie (MRT) angeordnet werden.

5-Zystoskopie:Wenn andere Methoden nicht zum Erfolg führen, kann eine Zystoskopie (Endoskopie) erforderlich sein. Die Zystoskopie ist ein primäres Diagnoseverfahren zur Untersuchung von Harnblase und Harnröhre mithilfe eines beleuchteten und mit einer Kamera ausgestatteten Endoskops, dem Zystoskop. Sie wird hauptsächlich bei Blasenkrebs eingesetzt, aber auch bei anderen Erkrankungen (z. B. Harnsteinen, Tumoren, Prostataproblemen).

6. Manchmal lässt sich die Ursache für Blut im Urin nicht feststellen.In diesem Fall kann eine regelmäßige Nachuntersuchung empfohlen werden, insbesondere wenn Risikofaktoren für Blasenkrebs vorliegen, wie Rauchen, Kontakt mit Umweltgiften oder eine Vorgeschichte mit Strahlentherapie.

BEHANDLUNG

Die Behandlung von Blut im Urin zielt darauf ab, die zugrunde liegende Ursache der Blutung zu beseitigen. Blutungen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom einer bestehenden Erkrankung; wird die Grunderkrankung, die die Blutung verursacht, behandelt, verschwindet auch die Hämaturie.

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Wichtiger Hinweis

Die Informationen dienen nur der Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.