TUR-P

TUR-P

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein geschlossenes chirurgisches Verfahren zur Behandlung einer Prostatavergrößerung und gilt derzeit als Goldstandard. Für die TURP kann entweder eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie (Betäubung ab der Taille) angewendet werden. Eine Durchführung unter lokaler Betäubung ist nicht möglich. Der Urologe erreicht die Prostata mithilfe eines Resektoskops über die Harnröhre.

Was ist die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)?

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein geschlossenes chirurgisches Verfahren zur Behandlung einer Prostatavergrößerung und gilt derzeit als Goldstandard. Für die TURP kann entweder eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie (Betäubung ab der Taille) angewendet werden. Eine Durchführung unter lokaler Betäubung ist nicht möglich. Der Urologe erreicht die Prostata mithilfe eines Resektoskops über die Harnröhre.

Resektoskop:
Ein Resektoskop ist eine Art Endoskop mit einer Drahtschlinge, die hochfrequenten elektrischen Strom oder ein anderes Energiesystem wie plasmakinetische Energie verwendet, um Prostatagewebe zu schneiden. Das Resektoskop verfügt außerdem über eine Kamera, mit der der Arzt auf einem Videomonitor ein hochauflösendes Bild der Prostata sehen kann. Während der TURP entfernt der Urologe die Teile der Prostata, die den Harnweg blockieren, in kleinen Stücken, ähnlich wie bei einem schabenden Schnittverfahren. Die entfernten Gewebeteile fallen in die Harnblase. Am Ende der Operation wird die Blase gespült und die entfernten Prostatateile aus dem Körper entfernt. Je nach Art und Form der verwendeten Energie gibt es verschiedene Typen und Methoden der TUR-P.

Plasmakinetische Energie:
Elektrische Energie zirkuliert zwischen den beiden Schneidedrähten des Resektoskops und erzeugt dabei sogenannte Plasmaenergie. Diese Energie wird zum Schneiden des Gewebes verwendet. Gleichzeitig ermöglicht sie während des Schneidens die Blutstillung. Im Gegensatz zur monopolaren TUR-P fließt der elektrische Strom nicht durch den gesamten Körper.

Die plasmakinetische Energie bietet im Vergleich zur klassischen monopolaren TUR-P mehrere Vorteile. Während des Schneidens verursacht sie weniger Schäden an tieferliegenden und umliegenden Geweben. Als Spüllösung wird isotone Kochsalzlösung verwendet. Dadurch ist das Risiko eines TUR-Syndroms (Wasservergiftung) bei der plasmakinetischen TURP minimal. Es gibt keine zeitliche Begrenzung der Operationsdauer, weshalb auch große Prostaten mit dieser Methode operiert werden können (abhängig von der Erfahrung und dem Können des Chirurgen). Blutungen können besser kontrolliert werden als bei der monopolaren TURP. Die Methode kann auch bei Patienten mit Herzschrittmacher angewendet werden.

Am Ende der TURP-Operation wird ein Katheter in die Harnblase eingelegt. Damit sich keine Blutgerinnsel in der Blase bilden, wird die Blase kontinuierlich mit steriler Lösung gespült. Sobald die Blutung stoppt, normalerweise nach etwa 1–2 Tagen, wird der Katheter entfernt. Die Patienten werden in der Regel 2–3 Tage nach der Operation entlassen.

Für einige Tage kann etwas Blut im Urin sichtbar sein. Beim Wasserlassen können Schmerzen oder Brennen auftreten, außerdem kann häufiger Harndrang bestehen. Solche Beschwerden beim Wasserlassen können nach einer TURP-Operation bis zu einem Monat anhalten. Nach der TURP sollte für 2–3 Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Nach TUR-P kann eine retrograde Ejakulation auftreten. Dabei handelt es sich um einen chronischen Zustand, bei dem das Sperma während des Orgasmus nicht nach außen durch die Harnröhre austritt, sondern in die Harnblase gelangt.

Während der ersten 4–6 Wochen nach der Operation

  • Es ist sinnvoll, täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit, insbesondere Wasser, zu trinken.

  • Heben Sie keine Gegenstände, die schwerer als 5 Kilogramm sind.

  • Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengungen und Fahrradfahren.

  • Vermeiden Sie Thermalbäder und Saunagänge.

  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich und vermeiden Sie Verstopfung.

Bei Fieber, Unfähigkeit zu urinieren, starken Blutungen oder starken Schmerzen sollten Sie umgehend Ihren Urologen aufsuchen.

Ausführliche Beiträge zu diesem Thema TUR-P
Wichtiger Hinweis

Die Informationen dienen nur der Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.